Das (perfekte) Desaster Dinner

Komödie von Marc Camoletti, deutsche Bearbeitung von Michael Niavarani

Lügen. Lügen. Lügen, was das Zeug hält, und wenn es so gar nicht mehr geht, keinesfalls die Wahrheit sagen! Zwei Stunden Alarmstufe Rot und akuter Erklärungsnotstand, der die Gehirne, die bei Männern bekanntlich wo anders sitzen, rauchen lässt.

Immer wieder tauchen neue Ungereimtheiten auf. Wer ist nun wer? Und wer kennt sich hier überhaupt noch aus? Warum um alles in der Welt sagen sie nicht einfach die Wahrheit, geben zu, was offensichtlich ist und vergnügen sich mit ihren jeweiligen Geliebten? – Weil’s nun einmal eine verrückte Komödie ist und man das Unmögliche mit den dümmsten Erklärungen plausibel machen muss. Ein turbulentes Desaster, bei dem man scharf mitdenken muss, was aber wegen ständiger Lachkrämpfe ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Die Bearbeitung von Michael Niawarani ist ein Glücksfall am Komödienhimmel, zu der Altmeister Marc Camoletti, schelmisch herunterlächelnd, mit Sicherheit seinen Segen gibt. Frech, blöd, verrückt, hinreißend komisch, so soll und muss Komödie sein!

Inhalt

Stefan freut sich auf ein prickelndes Wochenende mit seiner Geliebten Susi. Alles ist vorbereitet, das Catering samt Köchin bestellt, damit seine Flamme nicht nur erotisch, sondern auch kulinarisch verwöhnt wird. Stefans Frau Jaqueline ist schon startklar für den Besuch bei ihrer Mutter, und weil Stefan ein besonders schlaues Kerlchen ist, hat er als ultimatives Alibi seinen besten Freund Robert ins Liebesnest geordert. Denn Susi ist ein heißes Model und darf keineswegs seiner Frau in die Arme laufen.

Als Jaqueline den Besuch bei der Mutter platzen lässt, wird`s eng in der romantischen Idylle. Robert weigert sich vehement, den Verdacht von Stefan zu lenken und vor Jaqueline den Geliebten von Susi zu spielen. Und das hat einen guten Grund: Er ist selbst ein Geliebter, nämlich der von Jaqueline. Um sich nicht zu verraten, muss er in den sauren Apfel beißen und den Lover der Model-Susi mimen. Doch hoppala, der geschmackverwirrte Trottel erwischt die falsche Susi, denn er hält die Köchin, die als erste klingelt, für das Model, wer denkt schon, dass das Model wie die Köchin heißt. Susi hier-Susi da.

Jetzt muss das Model die Köchin spielen und die Köchin das Model. Nur sieht Susi-Köchin so gar nicht wie ein Model aus. Für ein Extrahonorar spielt sie jedoch die Komödie zumindest so glaubhaft mit, dass sie Stefans Frau, die natürlich schweigen muss, vor Eifersucht zum Kochen bringt. Und nicht nur Jaqueline kocht. In der Küche bereitet Model-Susi, die noch nie im Leben einen Kochlöffel in der Hand gehabt hat, ein desaströses Dinner. Doch in der Not schluckt man alles, sogar die blödesten Ausreden. Das Theater geht mit Ach und Krach ganz gut, bis der cholerische Ehemann der Susi-Köchin auftaucht. Für den Prügelgatten muss die Köchin die Köchin sein, wo sie doch gleichzeitig vor Jaqueline die Geliebte ihres Geliebten ist. Und das muss sie auch bleiben, damit kein Verdacht auf Stefan und sie selbst fällt.

Stefan Spiegel, Ehemann
Helmut Maierhofer
Jaqueline Spiegel, seine Frau
Elisabeth Gettinger
Robert Kalanag, der Hausfreund
Günther Pfeifer
Susi Fiala, Köchin
Lilli Wohlmann
Susanna Neuschnee, Schauspielerin und Model
Claudia Schönbauer
Schorschi Fiala, Susis Ehemann
Oliver Köllner
Bühnenbau
Werner Wurm
Technik
Christian Pröglhöf
Kostüme
Petra Teufelsbauer
Inszenierung
Franziska Wohlmann