Krach im Hause Gott

Ein modernes Mysterienspiel von Felix Mitterer

Der liebe Gott hat die Schnauze voll! Ihm reicht’s! Er kann und will nicht mit länger ansehen, wie die Menschen sich und die Erde zerstören. Die Geschöpfe dieser Erde sind seit 2000 Jahren gewalttätig, ungerecht und zerstörerisch. So hatte er das nicht gemeint: „Macht euch die Erde untertan.“

Freitag 19 Oktober 2018
20:00 Uhr Theater im Stadl
Samstag 20 Oktober 2018
20:00 Uhr Theater im Stadl
Sonntag 21 Oktober 2018
18:00 Uhr Theater im Stadl
Freitag 2 November 2018
20:00 Uhr Theater im Stadl
Samstag 3 November 2018
20:00 Uhr Theater im Stadl
Sonntag 4 November 2018
18:00 Uhr Theater im Stadl
Freitag 9 November 2018
20:00 Uhr Theater im Stadl
Samstag 10 November 2018
20:00 Uhr Theater im Stadl

Dem Burnout nahe, entscheidet sich Gott, der Menschheit ein Ende zu bereiten und sie gänzlich zu vernichten. Doch Sohn Jesus, der Heilige Geist und Satan haben die Möglichkeit noch ein Wörtchen mitzusprechen. Die Diskussion gerät schnell aus den Fugen, die Wogen gehen hoch. Ein regelrechter Familienstreit entflammt, denn so Satan: „Ich bin auch sein Sohn.” Die Brüder verlieren sich in Anschuldigungen und Kränkungen und haben doch eines gemeinsam: sie stehen beide als Fürsprecher für die Menschen ein, während Gott und Heiliger Geist die Vernichtung herbei sehnen. 

Aber, Herr Gott nochmal, haben wir bei dieser herrlichen Familienzusammenkunft nicht jemanden vergessen? Wo ist eigentlich die Mutter?

Felix Mitterer geht dieser Frage mit Wortwitz, Charme und viel Humor, aber nicht minder kritischen Tönen, auf den Grund. Er schöpft inhaltlich und formal aus traditionell katholischen Wurzeln; verarbeitet aber auch viele Ansätze moderner, nicht zuletzt feministischer Theologie und ist in dieser Thematik immer noch brandaktuell.

Zum Stück

Auf Anregung von Otto Schenk schrieb Felix Mitterer 1989 für das Theater in der Josefstadt eine neue Variante der alten geistlichen Moralität „Everyman”, im Gegensatz zu anderen Neufassungen (zuletzt Hofmannsthal) aber vom Mittelalter in die heutige Zeit verlegt und „Ein Jedermann” betitelt. Wie im alten Stück gab es auch hier ein Vorspiel in dem die göttlichen Personen auftreten und über den Untergang von Jedermann beraten. Dieses Vorspiel dauerte etwa 10 Minuten und erschien dem Regisseur Erwin Steinhauer und dem Hauptdarsteller Helmut Lohner viel zu lang, eigentlich als Stück vor dem Stück. So wurde es um die Hälfte gekürzt. Zwei Freunde Mitterers, Charly Rabanser (Schauspieler) und Maurus Mosetig (Regisseur) gaben den Ausschlag die Idee nicht zu verwerfen und meinten das wäre eine Chance, die Menschen auf unterhaltsame Weise mit theologischen Problemstellungen, mit den Auswirkungen der monotheistischen Religion vom Ursprung bis heute zu konfrontieren. In einer weiteren Ausarbeitung kam schließlich hinzu, was Mitterer bisher immer gefehlt hatte, was ihm schon seit Jahren an der christlichen Religion fehlte, nämlich das Weibliche. Wo ist die Frau? Christa Mulack, Theologin, Soziologin, Pädagogin half ihm dieser Frage nachzugehen.

„Ihre Bücher „Maria – Die geheime Göttin im Christentum” und „Jesus – Der Gesalbte der Frauen” (Kreuzverlag) öffneten mir die Augen”.

Gott
Helmut Maierhofer
Sohn
Bernhard Georg Rusch
Geist
Martin Purth
Muttergottes
Claudia Marold
Satan
Andreas Hajdusic
Bühne
Werner Wurm
Kostüme
Petra Teufelsbauer
Lichtdesign
Martin Kerschbaum
Technik
Gottfried Binder, Cornelia Schmidt
Musik
Andreas Hajdusic
Inszenierung
Ursula Leitner